Herren 1: Knappe Niederlage im Spitzenkampf - VBC Fortuna Bürglen

Herren 1: Knappe Niederlage im Spitzenkampf

Veröffentlicht am 01. Februar 2020

Die Urner präsentierten vergangenes Wochenende zwei Gesichter. Gegen den Underdog Sempach verloren sie klar, gegen Leader Zug erzielten sie über das ganze Spiel betrachtet nur 3 Punkte weniger.

Am Samstag, 25. Januar trafen die Urner auswärts auf den SV Sempach, welcher sich auf dem 8. Rang in der Tabelle befand. Die Bürgler ihrerseits auf Tabellenrang 2 hatten daher klar die Favoritenrolle inne. Da am Sonntag auch gleich noch der Spitzenkampf gegen Leader Zug anstand, forderte Spielertrainer Michi Trutmann seine Herren auf, möglichst abgeklärt zu spielen, um so Energie zu sparen.

Desaströse Leistung und Verletzungspech in Sempach

Der Start in den Match gelang den Bürglern überhaupt nicht und man hinkte früh einem Rückstand hinterher (9:12, 11:14). Die Bürgler hatten sichtlich Mühe, sich in der kleinen Halle zurechtzufinden und mussten den Startsatz schliesslich klar mit 15:25 abtreten. Als wäre das nicht bereits genug, mussten die Bürgler in der Folge nebst Claudio Wipfli auch noch auf seinen Bruder Marco Wipfli verzichten, welcher sich im Startsatz eine Verletzung zuzog. Dies erforderte mehrere taktische Umstellungen auf Seiten der Urner und man kam auch im zweiten Satz nicht in die Gänge (18:25). Im dritten Satz stellten die Bürgler ihre Aufstellung abermals um und es schien, als hätte Spielertrainer Michi Trutmann die für die Situation beste Aufstellung gefunden. Die Bürgler sicherten sich den dritten Satz mit 25:21 und es keimte nochmals Hoffnung auf. Im vierten Satz fiel man aber leider wieder ins Muster des Beginns zurück. Zudem spielte der NLA-erfahrene Martin Flückiger eine grossartige Partie. Er servierte stark und fand beim Angriff immer eine Lücke in Bürgler Block oder Feldverteidigung. Es resultierte eine enttäuschende 1:3 Niederlage, welche es schnellstmöglich zu vergessen galt.

Aufgrund des Spielermangels bot Trutmann für den Spitzenkampf kurzerhand Julian Schärer (Herren 2) auf, welcher sich die Gelegenheit natürlich nicht nehmen liess, sich für die erste Mannschaft aufzudrängen. Bereits in den ersten Ballwechseln zeigten sich die Bürgler wie ausgewechselt. Sie kämpften um jeden Ball und es entwickelte sich ein Kampf auf Augenhöhe, bei welchem Zug ein erstes Time-out einsetzte (18:18). Nach diesem kam der Leader besser in Fahrt und beim Stand von 24:20 zu vier Satzbällen. Die Urner zeigten sich abermals kämpferisch und wehrten alle vier ab. Beim fünften gab sich Zug dann keine Blösse mehr und sicherte sich den Satz knapp mit 26:24.

Die Bürgler hatten Blut geleckt und wussten, dass Zug zu besiegen war. Sie spielten befreit auf und lagen beim zweiten Time-out der Hausherren mit 19:16 in Führung. Diesen Vorsprung konnten sie in der Folge gar noch ausbauen und holten sich den zweiten Satz klar und verdient mit 25:18.

Im dritten Satz schlichen sich bei den Bürglern zu Beginn ein paar unnötige Fehler ein, welche von Zug dankend angenommen wurden (6:2). Spielertrainer Trutmann sah sich zum Handeln gezwungen und wechselte sich ein. Nachdem das Side-out-Spiel gewonnen wurde, servierte Trutmann stark und der 3:8 Rückstand konnte in eine 11:8 Führung gewendet werden. Auch zwei zwischenzeitliche Time-outs der Zuger zeigten keine Wirkung (8:7, 8:10). Die Urner konnten den Vorsprung lange halten, bis Zug zum 21:21 ausglich. In der Money-time behielt der Leader dann die besseren nerven und setzte sich abermals knapp mit 25:23 durch.

Debüt von Julian Schärer

Im vierten Satz merkte man den Urnern dann langsam die Strapazen des Wochenendes an und die Zuger stellten sich besser auf das Bürgler Angriffsspiel ein. Auch Top-Scorer Matteo Gisler hatte einen zunehmend schwereren Stand und seine Angriffe konnten oftmals entschärft werden. Nachdem die Urner noch auf einen 5:9 Rückstand reagieren konnten und auf 8:9 aufschlossen, wurde man zunehmend müder in den Beinen, als auch im Kopf. Beim zweiten Bürgler Time-out hatte sich Zug einen entscheidenden Vorsprung erarbeitet (14:18). Kurz darauf war der Arbeitstag für den angeschlagenen Claudio Wipfli zu Ende. Julian Schärer ersetzte ihn und kam so zu seinem Debüt im Fanionteam. Er fügte sich nahtlos ins Bürgler kollektiv ein und setzte mit einem druckvollen Service einen letzten Nadelstich, ehe die Zuger den zweiten Matchball zum 25:19 verwerteten.

3 Punkte entscheiden Spitzenkampf

Michi Trutmann war zumindest mit der Reaktion des Teams zufrieden: «Wir haben am Sonntag eine markante Leistungssteigerung an den Tag gelegt und unser Bestes gegeben. Trotz der momentanen Ausgangslage und den Verletzungen haben wir gestern sehr gut gespielt. Das zeigt sich auch darin, dass übers ganze Spiel gesehen nur drei Punkte weniger erzielt haben. Unter anderen Umständen wäre Zug gestern durchaus schlagbar gewesen.» Das Spiel habe ihm auch die nötigen Anhaltspunkte geliefert, wo in den kommenden Wochen der Trainingshebel angesetzt werden müssen.

Heimrunde mit vielen Highlights

Nach einem spielfreien Wochenende wollen sich die Bürgler am 8. Februar, 16:00 Uhr gegen Ebikon auf ihre Heimstärke besinnen und auf die Siegerstrasse zurückkehren. Ebenfalls um 16:00 Uhr spielen die Damen II gegen den STV Weggis. Um 18:00 spielt das Damen-Fanionteam gegen FC Luzern I. Vor dem Spiel des Herren-Fanionteams findet zudem ein Schnuppertraining für Jungs statt. Weitere Infos dazu findet man auf der Website www.vbcbuerglen.ch. Zudem werden die Spiele der Fanionteams vom ehemaligen Herren-I-Spieler Patrick Ambauen, auch bekannt als DJ Pädi musikalisch umrandet. 

Bericht: Fabio Ziegler



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