Herren 1: Auswärtssieg rundet positive Saison ab - VBC Fortuna Bürglen

Herren 1: Auswärtssieg rundet positive Saison ab

Veröffentlicht am 26. März 2019

Die Bürgler Herren I traten innert zwei Tagen im Cup und in der Meisterschaft an. Im Cup blieb man chancenlos, die Meisterschaft beendete man mit einem Sieg in Sarnen.

Am Freitag, 22. März traf Bürglen im SVRI-Cup Halbfinale auf die mit ehemaligen NLA- und NLB-Spielern gespickte Mannschaft aus Luzern. Nichts desto trotz waren die Bürgler hochmotiviert, den favorisierten Gästen ein Bein zu stellen – vielleicht sogar zu motiviert. Die Nervosität war den Urnern sichtlich anzusehen und machte vor allem im ersten Satz viel zu viele Eigenfehler. Die Bürgler konnten sich zwar auf ein gutes Annahmespiel und eine solide Defense verlassen, am Netz war man den körperlich überlegenen Luzernern jedoch unterlegen. Die Luzerner wussten mit einem schnellen Angriffsspiel zu überzeugen und waren auch beim Block eine Etage höher als die Bürgler. Zudem spielte Luzern über den ganzen Match konstant und nutzte die kurzen Schwächephasen der Fortuna Herren gnadenlos aus. Die Luzerner qualifizierten sich daher verdient mit 3:0 für den Final

Gleich am Tag darauf galt es daher für die Urner doch noch einen positiven Saisonabschluss zu finden. Sie trafen auswärts in Sarnen auf das Tabellenschlusslicht SG Obwalden. Spielertrainer Trutmann hob vor dem Match noch den Mahnfinger: «Ich weiss, es ist der letzte Match und wir können in der Tabelle keinen Platz mehr gut machen. Trotzdem will ich, dass wir den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen und Obwalden von Anfang an unter Druck setzen. Wir haben es verdient, die Saison mit einem Sieg zu beenden.» Dieses Unterfangen ging aber mächtig in die Hose. Angefangen bei der Annahme, schlichen sich bei sämtlichen Bürgler Aktionen Ungenauigkeiten ein und es gelang selten einen Angriffsball zu «killen». Auch ein Time-out beim Stand von 7:12 half nicht, die Bürgler wachzurütteln und es ging im ähnlichen Stil weiter. So musste man den ersten Satz klar mit 16:25 an den Underdog abtreten.

Spielertrainer Trutmann wurde in der Satzpause völlig zurecht etwas lauter als sonst. Es könne nicht sein, dass man den Gegner so gewähren lasse und appellierte an die Ehre jedes einzelnen. Aber auch diesmal schien das Gesagt ungehört zu verhallen. Das Spiel plätscherte weiter vor sich hin und die Urner mussten sich glücklich schätzen, nicht den Anschluss zu verpassen. In einer umkämpften Money-time zeigten die Bürgler dann die besseren Nerven und verwerteten den zweiten Satzball zum 26:24 und somit zum Satzausgleich.

Im dritten Durchgang zeigten die Urner dann endlich was möglich ist. Nebst einem variantenreichen Angriffsspiel gelang es endlich auch beim Block zu reüssieren. Beim Stand von 17:9 für die Bürgler nahmen die Obwaldner ihr zweites Time-out. Spielertrainer Trutmann nutzte die Gelegenheit um Christoph Henny für seinen Einsatz vorzubereiten und vollzog den Wechsel gleich im Anschluss. Henny fügte sich sogleich gut ins Bürgler Kollektiv ein und die Bürgler sicherten sich den zweiten Satz mit 25:19. Vor dem vierten Satz forderte Trutmann, dass man nu gleich von Beginn den Sack zumache und die Obwaldner Hoffnung auf einen fünften Satz gleich ersticken lasse. Dies gelang den Urnern vorzüglich und nach starken Jump-Floats von Ramon Gisler führte man bereits mit 10:3. Beim Stand von 15:6 durfte dann Henny wieder die Passeur-Position von Niels Hansen übernehmen. Und der jüngste Bürgler sorgte dann auch gleich für den Lacher der Partie. Mit einem präzisen Service in die rechte Ecke überraschte er den gegnerischen Diagonalangreifer dermassen, dass dieser wortwörtlich abgeschossen wurde. Die Bürgler liessen in der Folge nichts mehr anbrennen. Zum Schluss setzte Henny Mittelangreifer Kevin Imhof mustergültig in Szene, welcher sich nicht zweimal bitten liess und sowohl Spiel als auch Meisterschaft mit einem direkten, satten Angriff beendete.

Nach einer guten Saison, welche man auf dem 5. Platz abschliesst, mussten die Bürgler am Matchende doch noch einen Wehmutstropfen hinnehmen. Mittelangreifer Stefan Arnold verkündete direkt im Anschluss seinen Rücktritt aus der ersten Herrenmannschaft. Nach 16 Jahren gehe für ihn das Abenteuer Volleyball nun zu Ende. Der frischgebackene Vater freut sich nun auf mehr Zeit mit seiner Familie und versprach, dass er für den einen oder anderen Familienausflug in die Bürgler Sporthalle zurückkehre.

Spielertrainer Trutmann war erleichtert, dass man Ende des zweiten Satzes den Tritt doch noch gefunden hat. Er wollte nämlich allen Spielern nochmals die Gelegenheit geben zu spielen, was letztlich doch noch gut ausging. Nach einem kurzen Statement zum Match gab er auch noch ein Fazit zur gesamten Meisterschaft ab und erinnerte an die letzte Saison, wo es bis zum zweitletzten Spiel brenzlig war und man im Abstiegskampf mit einem blauen Auge davongekommen sei. Umso stolzer sei er nun, dass dieses Jahr zu keiner Zeit Gefahr bestand. Jedoch müsse man sich auch selbst an den Ohren nehmen, dass man es in der Tabelle nicht aufs Podium geschafft hat. «Regionalmeister Sursee und der letztjährige Absteiger aus der 1. Liga LK Zug sind klar die besseren Mannschaften gewesen. Entlebuch und der FCL waren aber durchaus in Reichweite. Ohne die ärgerlichen Niederlagen gegen Emmen-Nord und Steinen würden wir nämlich auf dem 3. Platz stehen.» Der 5. Platz sei eine gute und reife Leistung und für die nächste Saison dürfen klar die oberen Ränge anvisiert werden.

Bericht: Fabio Ziegler



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